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Beschreibung

TVC TIE Interceptor


Raumschiffinfo

Der Twin Ion Engine/Interceptor, abgekürzt mit TIE/IN, allgemein als TIE-Abfangjäger bezeichnet und im Pilotenslang Libelle oder auch Schielauge genannt, war ein Abfangjäger der TIE-Serie des Galaktischen Imperiums. Die Rüstungsfirma Sienar-Flottensysteme entwarf ihn im späteren Verlauf des Galaktischen Bürgerkrieges als Antwort auf den T-65 X-Flügler der Rebellen-Allianz, welcher dem regulären TIE-Jäger, wie sich mit der Zeit herausstellte, weit überlegen war.

Allgemeines    
Hersteller   Sienar-Flottensysteme
     
Technische Informationen    
Länge  

9,6 Meter

Beschleunigung  

4240 G

Höchstgeschwindigkeit  

1250 km/h

Hyperraumantrieb  

ohne

Bewaffnung  

SFS L-s9.3 Laserkanonen

   

Später: 2 SFS L-s9.3 Laserkanonen, 4 Blasterkanonen

   

 

Kapazitäten    
Crew   1 Pilot
Passagiere  

Keine

Beladung  

75 kg Frachtkapazität



                                                              Gestaltung                05 Punkte
  Farbgebung   07 Punkte
  Beweglichkeit

 

10 Punkte
  Extras   05 Punkte

Der TVC TIE Interceptor ist ein Repaint aus der TLC von 2009 und erschien als Toys R Us-Exclusive. Die Überarbeitung ist ein deutlicher Schritt nach vorne, gerade was das Cockpit angeht.


Gestaltung

 
              Länge                      39 cm
  Breite   30 cm
  Höhe

 

22 cm
  Gewicht   475 g

Der TIE Interceptor wurde nach der Erstveröffentlichung 1984 immer wieder verbessert. Was aber schon lange gleich geblieben ist, sind die Flügel. Diese stammen immer noch von dem POTJ TIE Interceptor von 2001. Diese sehen zwar nicht schlecht aus, aber ein Update wäre dringend notwendig, um Fehler und Ungenauigkeiten endlich mal zu beseitigen. (Bild 1)

 

Die Abmessungen der Flügel stimmen nicht mit dem Original überein. Sie sind zu lang und müssten ein wenig höher sein.  Die vielen kleinen Solarpyramiden sind sehr gut geworden. Jede einzelne ist zu erkennen. Bei den Feldern fällt aber auch schon gleich der erste Fehler auf. Die Form der mittigen würden stimmen, wenn die längeren Kanten senkrecht und nicht waagerecht sein würden. Und auch die anderen Solarflächen sind deutlich in die länge gezogen oder zu gestaucht. Daran erkennt man, dass die Flügel zu lang und zu schmal sind. (Bild 2)

 

Was auch nach wie vor vorhanden ist, sind die beiden Anbauten an den hinteren Enden der Flügel. Diese sind bei der Filmvorlage nicht vorhanden. Hasbro hat sie mit der POTJ-Version eingeführt und bis heute beibehalten. Warum die Anbauten da sind, weiß wohl keiner so genau. Es wurde immer gemutmaßt, dass sie als Gegengewicht dienen, das ein  Nachvornefallen des Jägers verhindern soll. Die POTJ-Version hatte aber noch den Batteriekasten aus Vintage-Zeiten, der für das nötige Gegengewicht sorgte. Außerdem müsste Hasbro nur die Länge der Flügel anpassen und schon wären sie vorne leichter. (Bild 3)

 

Der nächste Fehler, der sofort ins Auge fällt, sind die Abrundungen im Bereich der Zielsensoren. Warum Hasbro diese so modelliert hat, bleibt wohl ein Geheimnis. Denn hier sind eigentlich rechtwinklige Ecken vorhanden. (Bild 4)

 

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4


Die Aufbauten an den Außenseiten sind schon sehr nah am Original, auch wenn nicht alle Größen und Abstände zwischen den einzelnen Elementen stimmen. Das ist aber gar nicht so wild. Hier sieht man aber auch wieder, dass Hasbro die Flügel verlängert hat. Denn der Bereich zwischen den Geschützen und dem radförmigen Aufbau ist eigentlich deutlich kürzer. (Bild 5)

 

Die senkrecht verlaufenden Flügelstützstreben schauen zudem zu weit raus und sind im Original deutlich flacher. (Bild 6)

 

An den Zielsensoren findet man kaum einen Unterschied zur Filmvorlage. Lediglich die obere Öffnung sollte genau so nah am Flügel sein wie die untere. (Bild 7)

 

Die Blasterkanonen sind passend zu den Flügeln ebenfalls zu lang. Eigentlich sollte lediglich die Mündung etwas hervorschauen. (Bild 8)

 

Bild 5

Bild 6

Bild 7

Bild 8


Für den hinteren Bereich habe ich leider kaum einen Vergleich. Bis auf ein paar kleine Abweichungen scheint er aber nah am Original zu sein. Hier sieht man aber auch, dass die Flügel mal ein Update benötigen, da die vielen kleinen Details eher unscharf dargestellt sind. (Bild 9)

 

Das seit der TLC-Version komplett überarbeitete Mittelteil ist das beste, das ich bisher bei einem TIE Interceptor gesehen habe. Man sieht sofort, dass es neu ist und dem heutigen Standard entspricht. Schon auf der Unterseite sind die vielen Details schön scharf geworden. (Bild 10)

 

Auch die Rückseite mit dem Zwillings-Ionenantrieb sieht jetzt deutlich besser aus. Alles ist viel feiner und deutlicher modelliert worden. Hier stören eigentlich nur das "CE"-Zeichen und die aufgedruckte Assortment-Nummer. (Bild 11)

 

Die Einstiegsluke ist jetzt deutlich kleiner, weil sie nur noch mit einem kleinen "Scharnier" versehen ist. Vorher war sie teilweise zweigeteilt oder an beiden Seiten mit "Scharnieren" versehen.  Lediglich der kleine Turm ist immer noch etwas zu hoch geraten. (Bild 12)

 

Bild 9

Bild 10

Bild 11

Bild 12


Die Innenseite der Luke ist mit einem transparenten Bauteil versehen, das gleichzeitig als Fenster dient. Ich habe zwar kein komplettes Vergleichsbild aber im Original wird es mit Sicherheit nicht so sein. Man kann durchaus jedes einzelne Fenster hier einsetzen. Aber immerhin ist die Oberfläche noch mit ein paar Nieten und Spalten versehen. Es fehlen aber immer noch Schläuche, die beidseitig vorhanden sein müssten. (Bild 13)

 

Die Front sieht jetzt dem Original ähnlicher als es vorher der Fall war, ist aber immer noch nicht perfekt. Es fehlen kleine Details in der oberen Hälfte beidseitig der Fenster. Dafür wurden die Bereiche links und rechts in der Mitte neben den Fenstern angeglichen, müssten aber noch ein wenig weiter herausschauen. Die Streben des Hauptsichtfensters sehen aber richtig klasse aus.  Schön scharfe Kanten und flacher als bisher. (Bild 14)

 

Hasbro hat allerdings erneut vergessen, die Blasterkanonen des TIE Fighters wegzulassen. Hier müssten einfach nur zwei Öffnungen vorhanden sein. Für den Abfangjäger wurde das Mittelteil des TIE Fighters übernommen. Da sich jetzt die Geschütze aber an den Flügelspitzen befinden,  würden die Laserkanonen abmontiert.  Neu hingegen ist die Innenfront, die bisher nur durch die Wanne dargestellt wurde. Jetzt hat Hasbro den Bereich modelliert und somit aufgewertet. (Bild 15)

 

Die Hauptstützstreben, die das Cockpit mit den Flügeln verbindet, wurden natürlich auch überarbeitet. Aber Hasbro hat die Details nicht an das Original angeglichen, sondern von dem Vorgängermodell übernommen. Das Meiste stimmt schon überein, aber ein paar Kleinigkeiten fehlen leider. (Bild 16)

 

Bild 13

Bild 14

Bild 15

Bild 16


Das Cockpit wurde komplett neu gestaltet, was schon lange überfällig war.

Leider sind in den Filmen kaum Aufnahmen aus dem Inneren der TIE-Fighter vorhanden, sodass ein direkter Vergleich kaum möglich ist.

 

Im unteren Bereich der Seiten wurden endlich ein paar Konsolen eingearbeitet. Vorbei mit langweiligen oder besser gesagt gar nicht vorhandenen Steuerelementen. Die Seitenwände sind zwar immer noch glatt, wurden aber immerhin mit Aufklebern versehen, die den Anzeigen an den Wänden entsprechen. (Bild 17)

 

Die Anzeigen müssten aber auch auf der Rückseite vorhanden sein. Leider wurde dieser Bereich immer noch nicht modelliert, aber wenigstens ebenfalls mit Aufklebern versehen. (Bild 18)

 

Komplett neu ist auch der gesamte vordere Bereich. Bisher wurden hier nur Aufkleber eingesetzt, um die Konsolen darzustellen. Jetzt sind Steuerknüppel, Anzeigen und Pedalen vorhanden. (Bild 19).

 

Bild 17

Bild 18

Bild 19


Ganz neu ist auch der Sitz. Saß der Pilot bisher in einer Wanne, hat er jetzt deutlich bequemer.

 

Damit die Figur nicht verrutscht, wurden zwei Gurte eingearbeitet, die die Figur fixieren. Bei den vorherigen Versionen flog der Pilot immer durch das Cockpit, sobald man den TIE nur mal etwas zur Seite geneigt hat. Das kann jetzt nicht mehr passieren. (Bild 20)

 

Der Sitz ist zudem herausnehmbar, was das Hineinsetzen eines Piloten deutlich erleichtert. Hierfür befindet sich auf der Unterseite ein Ring, der in das Gegenstück auf dem Cockpitboden gedrückt wird. Das Ganze hält sehr gut, sodass der Sitz auch immer an seinem Platz bleiben sollte. (Bild 21)

 

Da es sich um einen Schleudersitz handelt, hat dieser auf der Rückseite auch ein kleines Triebwerk. (Bild 22)

 

Überhaupt ist der gesamte Sitz mit vielen Instrumenten und Aufbauten überzogen und sieht richtig gut aus. (Bild 23)

 

Bild 20

Bild 21

Bild 22

Bild 23


Fazit

Der mittlere Part und die Gestaltung des Cockpits sind gute Schritte nach vorne. Es gibt zwar hier und da noch ein wenig Nachholbedarf, aber im Großen und Ganzen hat Hasbro hier einen guten Job gemacht.

Nicht so jedoch bei den Flügeln. Wenn man die viel zu großen und ungenau modellierten alten Flügel verwendet, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als hier einen klaren Punktabzug vorzunehmen.

Punkte Gestaltung


Farbgebung

Die Grundfarbe eines TIE Abfangjägers ist hellbrau. Und so hat Hasbro den Kunststoff gleich so gefärbt. Leider kommt der Jäger wohl direkt aus der Fabrik, da man Gebrauchs- und Kampfspuren vergebens sucht.

 

An den Flügeln wurden nur die Solarflächen bemalt, was auch dem Original entspricht. Leider reicht die Farbe nicht immer bis zum Rand oder es wurde übergemalt. (Bild 24)

 

Bei dem Mittelteil sieht das nicht immer anders aus. Einzelne Flächen wurde mit einem etwas dunklerem Grau versehen. Und auch hier wurde nicht sehr akkurat gearbeitet. (Bild 25)

 

Auch die Streben des Cockpitfensters wurden sehr gut bemalt. Die beiden ehemaligen Geschütze sind dunkelgrau hervorgehoben. (Bild 26)

 

Die beiden Triebwerke sind wie bei so machem Vorgängermodell rot.  (Bild 27)

 

Bild 24

Bild 25

Bild 26

Bild 27


Das Cockpit wurde farblich deutlich aufgewertet, aber eine Steigerung ist immer noch möglich.

Die bisher kahlen Wände wurden mit großflächigen Aufklebern versehen, die die charakteristischen Dreiecke und roten Anzeigen darstellen.  (Bild 28)

 

Der gut modellierte vordere Bereich hätte hingegen etwas mehr Farbe bekommen können. Lediglich eine Anzeige wurde orange gefärbt. Dabei bieten die vielen Schalter und Knöpfe viele Möglichkeiten, deutlich mehr Farbe einzusetzen.

(Bild 29)

 

Bei dem Sitz hat man sich etwas mehr Mühe gegeben.  Immerhin wurden einzelne Flächen rot bemalt. Aber auch hier ist viel mehr möglich. (Bild 30)

 

Bild 28

Bild 29

Bild 30


Fazit

Bei Hell- und Dunkelgrau kann man nicht viel falsch machen. Die einzelnen Flächen auf dem Jäger wurden sehr sauber bemalt.

Das Cockpit ist deutlich besser geworden, aber hier gibt es noch viel mehr Möglichkeiten.

Punkte Farbgebung


Beweglichkeit

An einem Jäger ist natürlich nicht viel beweglich. Genau genommen ist es eigentlich nur die Einstiegsluke. Diese ist wieder einteilig. Das Öffnen geht einfach, da Hasbro am vorderen Rand eine kleine Nase eingebaut hat, die das Anheben erleichtert.  Ein Raster ist nicht vorhanden, aber die Luke geht etwas schwerfälliger, sodass sie in jeder gewünschten Stellung stehen bleibt.  Wenn man sie allerdings bis nach hinten klappt, kann es leicht passieren, dass sie auch aus der Halterung fällt. (Bild 31)


Bild 31


Fazit

Bei einem Jäger ist nie viel beweglich und somit auch nicht  bei dem TIE. Luke auf und zu und das war´s auch schon.

 

Punkte Beweglichkeit


Extras

Das Standardextra der vorherigen TIE Abfangjäger findet man auch bei der TVC-Version: die abwerfbaren Flügel. Der einfache Federmechanismus wird wie gehabt an den Verbindungen ausgelöst. (Bild 32)



Bild 32


Der Schleudersitz (wie er von Hasbro beschrieben wird) hat den Namen aber leider nicht verdient. Dieser dient eigentlich dazu, den Piloten bei Gefahr aus dem Jäger zu katapultieren. Hierfür hätte Hasbro aber auch eine entsprechende Vorrichtung einbauen müssen, die leider nicht vorhanden ist. Also muss der Sitz herausgehoben werden. Aber das wäre ja nochmal eine Herausforderung für die nächste Ausgabe.

 

Es gibt auch keine abschießbaren Raketen oder andere Projektile. Den Sammlern gefällt das mit Sicherheit, da die Abschussvorrichtungen meistens das Gesamtbild verschandeln. Kinder hingegen werden sie vermissen.

Fazit

Ein TIE Interceptor gibt nicht viel her, um Extras einzubauen. Abschießbare Projektile sollten aber kein Problem sein.

Punkte Extras


Gesamtpunktzahl: 6,75

Der TIE Interceptor der TVC ist ein kleiner und guter Schritt nach vorne. Da Hasbro aber nach wie vor die selben Flügel nutzt, die nicht dem Original entsprechen, hat der Jäger keine besonders gute Punktzahl erreicht. Es ist also noch viel Luft nach oben.

Der TIE Interceptor wurde bewertet von :  Andreas Windu
Bilder von StarWars-Descriptions.com