Beschreibung

TVC Slave I


Raumschiffinfo

Das vielleicht berüchtigtste Raumschiff von allen: Slave I. Ursprünglich ein von Kuat Systems Engineering entwickeltes reguläres Firespray-31-Class Patrouillen- und Angriffsschiff wurde es erst von Jango und später seinem geklonten Sohn Boba Fett modifiziert und erweitert, bis es eines der gefährlichsten Schiffe seiner Klasse war. Während es unter Jango noch einen blauen Anstrich hatte, besitzt die vorliegende aus Episode V bekannte Version den roten Anstrich Boba Fetts.

Allgemeines    
Hersteller   Kuat Systems Engineering
     
Technische Informationen    
Länge  

21,5 Meter

Beschleunigung  

2.500 g

Höchstgeschwindigkeit  

1.000 km/h

Hyperraumantrieb  

Klasse 1.0

Bewaffnung  

2 Blasterkanonen

   

2 Schnellfeuer-laserkanonen

   

Minenwerfer

   

Raketenwerfer

   

seismische Bomben

   

Peilsenderwerfer

   

weitere unbekannte Waffen

   

1 Traktorstrahlprojektor

   

 

Kapazitäten    
Crew   1 Pilot
    2 Kopiloten
Passagiere  

max. 6 (pro Zelle einer)

Beladung  

40 metrische Tonnen



                                                              Gestaltung                  07 Punkte
  Farbgebung   04 Punkte
  Beweglichkeit

 

07 Punkte
  Extras   08 Punkte

Die TVC Slave I ist ein Repaint. Erstmalig erschien das komplett neue Schiff in dem TCW Ultimate Battle Pack "The Rise of Boba Fett".  Es ist jetzt deutlich größer und detailreicher als die Vorgänger.


Gestaltung

 
  Länge                       56 cm
             Breite   30 cm
  Höhe

 

9 cm
  Gewicht   1300 g

Bevor der Spielspaß losgehen kann, müssen erst ein paar Teile montiert werden. Geschütze, Flügel und Cockpitkanzel lassen sich aber leicht und schnell montieren. (Bild 1)

 

Die vorherigen "Ausgaben" glichen dem Original schon in etwa. Dieses Mal hat Hasbro das Aussehen weiter angeglichen, auch wenn es an vielen Stellen nicht 100%ig übereinstimmt. Auf jeden Fall ist es ein deutlicher Schritt nach vorne. Was aber wieder sehr stört, sind die insgesamt 24 Schrauben, die hier hervorstechen. (Bild 2)

 

Die neue Slave I ist deutlich größer als die Vorgänger. Erste Unterschiede findet man zudem schon auf der Unterseite. Kein Griff, keine Halterungen für Projektile und keine Abschussvorrichtungen mehr. Stattdessen eine sehr detailreiche und wirklich gut gelungene Oberfläche. Insbesondere die modellierten Triebwerke gefallen mir, da sie meistens nur mit Aufklebern dargestellt waren. (Bild 3)

 

Außerdem sind auf der Unterseite zwei seismische Bomben untergebracht, die zum ersten Mal enthalten sind. Eigentlich sind sie unter Klappen versteckt, was hier kein Problem hätte darstellen sollen. Dass die Bomben im Verhältnis zu groß geraten sind, lässt sich noch verschmerzen. (Bild 4)

 

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4


Die Form der Slave I entspricht fast der Filmvorlage. Der "Schwanz" und der Bereich darunter sind jetzt im Verhältnis deutlich länger, wodurch das ganze Schiff nicht mehr so gestaucht aussieht. Lediglich der hintere Bereich des Rumpfes ist nach unten etwas breiter modelliert worden. (Bild 5)

 

Mit den vielen Feldern auf der Oberfläche hat sich Hasbro aber nicht mehr Mühe gegeben, als bei der kleineren Ausgabe. Sie sind immer noch so angeordnet wie früher. Dies entspricht zwar so ziemlich dem Original aber viele kleine Fehler wurden nicht verbessert, sondern einfach übernommen. Hasbro hat sogar einen weiteren eingebaut: Am Anfang des "Schwanzes" wurden die dort befindlichen flachen Aufbauten einfach weggelassen. Diese waren bisher zumindest andeutungsweise vorhanden. Also bei vielen Dingen ein Schritt nach vorne und dann doch wieder einer nach hinten. (Bild 6)

 

Genauso bei der Cockpitkanzel. Am oberen Ende sollte eigentlich keine Verkleidung unter der Scheibe vorhanden sein, so wie es bisher auch immer war. Nur bei der neuen Slave I hat Hasbro dies einfach hinzugefügt. Warum auch immer. (Bild 7)

 

Die Geschütze am Heck sind deutlich zu dick ausgefallen und sehen denen der Slave I, wie wir sie aus Episode V kennen, kaum ähnlich. Beide Rohre müssten viel schmaler sein und einen deutlichen Abstand zueinander haben. Aber immerhin sind sie detaillierter geworden. (Bild 8)

 

Bild 5

Bild 6

Bild 7

Bild 8


Hasbro hat am Heck auch wieder eine ausziehbare Rampe eingebaut. Natürlich kann auch bei der größeren Version keine 3 3/4 Inch-Figur das Schiff so betreten, aber fehlen sollte sie auch nicht. Im Inneren wurden ein paar Rillen eingefügt, um den Bereich nicht zu langweilig wirken zu lassen. (Bild 9)

 

Etwas neues hat sich Hasbro im oberen Heck ausgedacht. Hier wurde eine Gefängsniszelle eingebaut, die einen Gefangenencontainer aufnehmen kann. Der Innenbereich wurde mit vielen Details versehen. Hierfür gibt es ein dickes Lob! (Bild 10)

 

Die Flügel haben so gut wie eine Veränderung erhalten. Teilweise wurden Details besser herausgearbeitet und teils klobiger dargestellt. Im direkten Vergleich heben sich die Punkte gegeneinander auf. (Bild 11)

 

Was dann aber wieder positiv auffällt, ist der Bereich hinter dem Cockpit. Nach langer Zeit kann man wieder in das Innere der Slave I schauen. Dies war zuletzt bei der Shadows of the Empire-Version der Fall. Da dieser Bereich eigentlich deutlich größer ist und man ihn in den Filmen auch nicht gesehen hat, hatte Hasbro hier freie Hand. Die Rückwand wurde mit einigen Details versehen, während die Wand gegenüber recht schlicht ausgefallen ist. Zur Unterstützung gibt es noch ein paar Aufkleber. Im Großen und Ganzen gefällt mir die Modellierung aber sehr gut. (Bild 12)

 

Bild 9

Bild 10

Bild 11

Bild 12


Bleibt zum Schluss noch das Cockpit.  Der Bereich hinter der sehr großen Cockpitkanzel, die auch einen Teil des Bugs enthält, wurde nicht vernachlässigt. Hier befindet sich zudem ein Fach, in dem Waffen und Gerät untergebracht werden können. (Bild 13)

 

Die Unterseite der Klappe hat auch ein paar Felder bekommen. Sowas hat Hasbro nicht immer gemacht. (Bild 14)

 

Genauso wurde an den Boden und die Seitenwände des Cockpits gedacht, die für mich richtig gut geworden sind. (Bild 15)

 

In dem Cockpit findet man jetzt drei Sitze, wobei diese die Bezeichnung eigentlich nicht verdienen. Denn Hasbro ist dabei geblieben, die Figuren in stehender Position unterzubringen. (Bild 16)

 

Bild 13

Bild 14

Bild 15

Bild 16


Die Sitze sind sehr schlicht ausgefallen. Nur der hintere hat einige Konsolen bekommen. (Bild 17)

 

Das Kanzelglas (hier natürlich aus Kunststoff) ist wie beim Original getönt. Leider wurde meines bereits mit Kratzern geliefert. (Bild 18)

 

Bild 17

Bild 18


Fazit

Die neue größere Slave I ist alleine aufgrund der Größe schon ein Schritt in die richtige Richtung. Leider hat es Hasbro aber an vielen Stellen versäumt, sich an die Filmvorlage zu halten.  Die komplett neue Bereich hinter dem Cockpit und die Gefängniszelle sind aber toll. Aufgrund der vielen kleinen Fehler und fehlender Details ist eine Spitzenbewertung aber unmöglich. Vielleicht beschert uns Hasbro ja in einigen Jahren eine nahezu perfekte Slave I.

Punkte Gestaltung


Farbgebung

Auf den ersten Blick mag man denken: "Ja, das Schiff sieht aus wie die Slave I". Und so ist es auch. Hasbro hat die Farbtöne sehr gut getroffen und die vielen Abplatzungen der Farbe fast überall 1:1 übernommen. Bei dem Rot gibt es wirklich nur ein paar kleine Abweichungen, die zu verschmerzen sind. (Bild 19)

 

Bei dem Grün am Heck ist das schon anders. Hier hat Hasbro die Gebrauchsspuren nach freien Stücken aufgetragen. Kaum eine entspricht nur ansatzweise dem Original. (Bild 20)

 

Die Geschütze sind nur zweifarbig und völlig sauber. Hier hätte man einen schönen Akzent setzen können, aber das hat Hasbro bei Geschützen noch nie gemacht. (Bild 21)

 

Auch die Flügel sind komplett sauber. Gerade bei den Elementen am Rumpf hätte man deutlich mehr Farbe einsetzen können. (Bild 22)

 

Bild 19

Bild 20

Bild 21

Bild 22


Die Cockpitkanzel ist wie beim Original getönt. (Bild 23)

 

Die Unterseite ist komplett sauber, als käme die Slave I geradewegs aus der intergalaktischen Raumschiff-Waschstraße. Hasbro widmet sich farblich äußerst selten der Unterseite, hätte hier aber das Herz aller Sammler höher schlagen lassen können, wenn man es mal anders gemacht hätte. Sogar die Triebwerke sind blitzeblank. (Bild 24)

 

Das Innere ist komplett einfarbig. Auf der gegenüber liegenden Wand sind aber wenigstens zwei Aufkleber angebracht. (Bild 25)

 

Sechs weitere Aufkleber müssen aber noch selber angebracht werden. (Bild 26)

 

Bild 23

Bild 24

Bild 25

Bild 26


Zwei kommen auf die Rückwand. Das saubere Anbringen ist nicht gerade einfach, da man nur schwer an den Bereich kommt. (Bild 27)

 

Zwei weitere sind da schon einfacher aufzukleben, da sie an der Seitenwand beim Einstieg kommen. (Bild 28)

 

Die letzten beiden kommen auf den Boden, der sich am Bug unterhalb der Cockpitklappe befindet. Hier wurden zudem sechs Flächen grau bzw. grün bemalt, was lobend hervorgehoben werden muss. (Bild 29)

 

Das Cockpit hingegen ist so langweilig, wie es nur sein kann, nämlich komplett grau und grün. Keine verschiedenfarbigen Sitze, keine andere Farbe auf den Konsolen oder an den Wänden. (Bild 30)

 

Bild 27

Bild 28

Bild 29

Bild 30


Fazit

So toll die rote Farbe am Rumpf ist, desto schlechter fast der gesamte restliche Anstrich. Die Slave I ist an zu vielen Stellen einfach zu einfarbig und ohne jeglichen Hingucker. Hasbro hat schon viele gute Cockpits abgeliefert und es dieses Mal so langweilig wie es nur geht gestaltet. Auch der Innenraum ist nur einfarbig und nicht wirklich schön. Daran ändern auch die paar Aufkleber nichts.

Punkte Farbgebung


Beweglichkeit

Beide Heckkanonen lassen sich unabhängig voneinander um 360 Grad drehen. Sie sind mit Rastern versehen, die fast jede gewünschte Position zulassen. (Bild 31)

 

Wie bereits erwähnt, lässt sich die hintere Rampe ausziehen. Damit dies etwas einfacher geht, wurde eine Kerbe eingebaut, mit der man sie anheben und nach hinten ziehen kann. Zum Schließen sind zwei Haken angebracht, die sicherstellen, dass die Rampe sich nicht von alleine öffnet. Die sehr große Cockpitklappe rastet ebenfalls in geöffneter Stellung ein. Hier ist der Widerstand aber recht gering, sodass sie sehr leicht wieder runterfällt. (Bild 32)

 

Neu hingegen ist die obere Heckklappe, wo sich der Gefangenencontainer verstauen lässt. Hier befindet sich am Ende ein kleiner Griff, der das Öffnen erleichtert. Die seitliche Klappe rastet nach dem Öffnen ein. Das Ganze hält sehr gut und droht auch nicht auf die Finger zu fallen. (Bild 33)

 

Für das Cockpit hat sich Hasbro was besonderes einfallen lassen. Hebt die Slave I ab und geht in die senkrechte Flugstellung, muss man nur die Flügel in die waagerechte Stellung bringen und die drei Sitze schwingen in die richtige Flugposition. Wenn man wieder landet, klappen die Sitze wieder zurück und rasten ein. Dafür muss man die Landung aber recht ruckvoll vollziehen, ansonsten klappt das nicht. Zwei Mankos gibt es hier aber doch: Zum Einen bleiben die Flügel nicht in waagerechter Stellung sondern klappen zurück und zum Anderen rasten die Sitze nicht in senkrechter Position ein, schwenken bei jedem Flugmanöver hin und her. (Bild 34)

 

Bild 31

Bild 32

Bild 33

Bild 34


Fazit

Das umklappbare Cockpit ist wirklich eine tolle Idee, die erstmals umgesetzt wurde. Leider klappern die Sitze bei Flugmanövern. Das wirklich negative an der neuen Slave I ist aber, dass die Flügel zwar gedreht aber nicht fixiert werden können. Hier hätte Hasbro einen Einraster einbauen müssen.

Punkte Beweglichkeit


Extras

Wie bereits erwähnt, liefert Hasbro erstmals seismische Bomben. Zwei gut modellierte befinden sich auf der Unterseite in kleinen Fächern. (Bild 35)

 

Die Auslöser wurden an den Seiten eingebaut, die die Bomben nach unten fallen lassen. Ich bin der Meinung, dass man diese auch in den Rumpf integrieren könnte, ohne dass sie das Aussehen verschandeln. (Bild 36)

 

Die hinteren Geschütze können mal wieder Projektile verschießen. Diese sind 7,1 cm lang und fliegen gute 2 m weit, was für hasbroische Verhältnisse schon sehr weit ist. (Bild 37)

 

Die Auslöser findet man an den Enden der Geschütze. Wünschte ich mir bei den Bomben noch versteckte, kam Hasbro hier meinem Wunsch nach. Aber leider an falscher Stelle, denn man muss schon wirklich fest drücken, um den Abschuss zu gewährleisten. (Bild 38)

 

Bild 35

Bild 36

Bild 37

Bild 38


Fazit

Bomben und Projektile findet man bei Hasbro Raumschiffen eher selten. Hier wurde beides geliefert. Die Reichweite der Geschosse hat mich überrascht und ich hoffe, dass Hasbro das bei kommenden Schiffen auch wieder so macht. Wären die Auslöser für die Bomben etwas mehr versteckt und die der Projektile etwas weniger, hätte ich hier die volle Punktzahl gegeben.

Punkte Extras


Zubehör (ohne Wertung)

Hasbro liefert zwei Zubehörteile mit:

 

Der Gefangenencontainer lässt sich auseinandernehmen. Ist die Figur verstaut, kann man ihn wieder schließen. Vier kleine Haken verhindern, dass die Teile wieder auseinanderfallen. Äußerlich ist der einfarbige Container mit ein paar Mustern versehen. Innen ist der Deckel glatt und die Bodenplatte hat ein Gittermuster erhalten. (Bild 39)

 

Der Container passt natürlich in den vorgesehenen Laderaum. (Bild 40)

 

Als weiteres Zubehör wurde der in Carbonite eingefrorene Han Solo beigelegt. Hasbro hat den Block sehr gut hinbekommen, lediglich Hans Kopf müsste etwas mehr zur Seite gedreht sein. (Bild 41)

 

Die Instrumententafeln an den Seiten wurden nicht vergessen, weichen aber von dem Original etwas ab. Zudem ist der Block deutlich zu dick. (Bild 42)

 

Bild 39

Bild 40

Bild 41

Bild 42


Fazit

Beide Zubehörteile sind wirklich gute Beilagen. Gerade der Gefangenencontainer gefällt mir sehr gut. Endlich kann Boba Fett seine Beute auch transportieren.

 

Einen Carbonite-Block gab es früher schon öfters. Meiner Meinung nach darf er nicht fehlen, wenn die Slave I unter dem "The Empire Strikes Back"-Logo erscheint.


Gesamtpunktzahl: 6,5

Beim ersten Eindruck, hätte ich der Slave I deutlich mehr Punkte gegeben. Nach der genauen Betrachtung stellte sich aber Ernüchterung ein. Das farblich langweilige Cockpit und der eintönige Bereich dahinter lassen einen an die guten alten Vintage-Zeiten erinnern. Hasbro hat schon deutlich bessere Paintjobs in diesen Bereichen gemacht. Zudem stören mich die nicht arretierbaren Flügel, die im Flugmodus zwar gedreht aber nicht festgesetzt werden können.

 

Im Großen und Ganzen ist die neue Slave I eine deutliche Verbesserung zu den vorherigen kleineren Schiffen. Es ist aber immer noch viel Platz nach oben.


Die Slave I wurde bewertet von :  Andreas Windu
Bilder von StarWars-Descriptions.com