Beschreibung

Poe´s X-Wing Fighter

Raumschiffinfo

 

Der T-70 X-Flügel Sternenjäger war ein Sternenjäger, der von der Neuen Republik und dem Widerstand genutzt wurde. Der Sternenjäger war der Nachfolger des T-65 X-Flügel Sternenjäger der Rebellen-Allianz und diesem in vielen Dingen überlegen.

 


Allgemeines  
Hersteller Incom-FreiTek
Klasse Sternenjäger
Daten  
Länge

12,48 Meter

Bewaffnung          

vier KX12-Laserkanonen

 

zwei Protonentorpedowerfer

 

zusätzliche Laserkanonen

Besatzung 1 Pilot
 

1 Astromechdroide

Rolle

Mehrzweckjäger

Zugehörigkeit

Widerstand

 

Neue Republik


Gestaltung 3 Punkte
Farbgebung 4 Punkte
Beweglichkeit 10 Punkte
Extras 4 Punkte

Gestaltung
Länge 43,5 cm
Breite 35 cm
Höhe 8 cm
Gewicht 405 g

Beim Auspacken fällt sofort auf, dass der neueste X-Flügel Jäger von Hasbro deutlich kleiner ausfällt, als seine Vorgänger. Der zuletzt in der The Vintage Collection veröffentlichte Jäger ist gut 8 cm länger und 11 cm breiter. Natürlich handelt es sich bei Lukes X-Wing noch um das ältere Modell T-65, das aber laut offizieller Quellen nur zwei Zentimeter länger ist. Der neue T-70 von Cameron Poe wäre in der Hasbro-Fassung lediglich ca. 8 m lang. Hasbro hat sich noch nie besonders an den Maßstab gehalten, aber dieser X-Flügler ist deutlich zu klein. (Bild 1)

 

Wie bei den meisten Hasbro-Raumschiffen müssen auch hier einzelne Teile zusammengesetzt werden, damit der Spielspaß beginnen kann. Und hier bemerkt man sofort, dass Hasbro den eingeschlagenen Kurs (weniger Qualität für deutlich mehr Geld) beibehält. Das merkt man auch sofort an dem verwendeten Kunststoff. Er ist zwar fest und stabil, aber wirkt weicher und dünner und somit billiger. (Bild 2)

 

Zunächst aber zum Zusammenbau:

Wie man es bereits kennt, müssen auch hier die vier Geschütze in die Halterungen an den Flügelenden gedrückt werden. Damit das richtige Geschütz an die richtige Stelle kommt, wurden die Halterungen so versehen, dass nur ein Geschütz in die jeweilige Halterung passt. (Bild 3)

 

Schließlich muss noch die Spitze aufgeschoben werden und der X-Wing ist fertig. (Bild 4)

 

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4


Mit der Spitze geht es auch gleich weiter. Diese ist nämlich aus sehr weichem Gummi gefertigt. Dadurch rastet sie auch nicht ordentlich ein und kann beim Spielen auch mal herunterfallen. Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich bin mit Star Wars Spielzeug aufgewachsen und kann mich an keinen Fall erinnern, bei dem ein anderes Kind mit einem X-Wing aufgespießt wurde. Vielleicht liegen die Gründe aber auch in irgendwelchen neuen Verordnungen, die eine Gummispitze erforderlich machen. Ansonsten wäre es die schlechteste denkbare Lösung. (Bild 5)

 

Hasbro hat sich bei der Oberfläche relativ gut an das Original gehalten. Der Bereich vor dem Cockpit entspricht in etwa der Filmvorlage. Allerdings stimmen die Proportionen der einzelnen Felder und Erhöhungen nicht. So müssten z.B. die beiden Rechtecke im Längenverhältnis andersherum vorhanden sein. (Bild 6)

 

Seitlich ist es schon etwas besser. Sämtliche Details sind vorhanden und die Darstellung kommt der Filmvorlage schon deutlich näher. Unterhalb des Cockpits befinden sich die Abschussöffnungen für die Protonentorpedos. Also eigentlich befinden sie sich dort, denn Hasbro hat sie mit einem "Stift" nur angedeutet. (Bild 7)

 

Die Cockpitkanzel müsste kürzer und somit breiter sein. Dies ist aber der Tatsache, dass der Maßstab nicht annähernd eingehalten wurde, geschuldet. Die Kanzel ist zudem relativ weich und lässt sich problemlos verbiegen. Aber immerhin ist der Rahmen gut gelungen. So sind z.B einzelne Nieten zu erkennen. (Bild 8)

 

Bild 5

Bild 6

Bild 7

Bild 8


Damit sind wir auch schon in dem Bereich, bei dem Hasbro mal einen guten und mal einen schlechten Job macht. Das X-Wing-Cockpit war in der Vergangenheit nie das Non-Plus-Ultra. Hasbro hat zumindest den vorderen oberen Bereich mit Details versehen. Hier wurden auch schon nicht so schöne Aufkleber verwendet. (Bild 9)

 

Das war es aber auch schon fast. Kein Steuerknüppel, keine seitlichen Instrumente und kein Zielcomputer. Wie in guten alten Vintagezeiten. Wenigstens befinden sich an den Seitenwänden ein paar Instrumente. (Bild 10)

 

Der Sitz ist zumindest nicht so glatt, wie man es schon öfters gesehen hat. Er ist mit und Feldern mit unterschiedlichen Oberflächen versehen. (Bild 11)

 

Das Cockpit ist zudem zumindest für die mitgelieferte Poe Dameron Figur zu klein. Man muss sie schon reinquetschen und besonders seitlich wird es sehr eng. Die Arme lassen sich so nicht mehr nach vorne bringen. (Bild 12)

 

Bild 9

Bild 10

Bild 11

Bild 12


Und eine kleine Aufwertung ist mit den vier mitgelieferten Aufklebern möglich. (Bild 13)

 

Auf einem ist ein Zielbild abgebildet (mittig). Ein weiterer Aufkleber kommt direkt darunter und stellt einige Instrumente dar. Die beiden anderen kommen links und rechts an die Seitenwände. (Bild 14)

 

Der Bereich hinter dem Cockpit ist hingegen recht gut geworden. Hier befindet sich wie beim Vorgängermodell der Schacht für einen Astromechdroiden. Filmgerecht wurde hier BB-8 regelrecht eingebaut. Die Figur kann nämlich nicht herausgenommen werden. Die Modellierung ist gut geworden und Hasbro hat auch die richtige Größe gewählt. Dadurch wirkt BB-8 im Verhältnis zu dem zu kleinen Jäger natürlich deutlich größer. (Bild 15)

 

Der Teil dahinter sieht ebenfalls gut aus. Mir fehlt der direkte Vergleich, aber alles sieht dem TVC X-Wing recht ähnlich. Von daher gehe ich davon aus, dass sich Hasbro einigermaßen an das Original gehalten hat. Der silberfarbene Hebel ist aber etwas störend. Warum sich dieser dort befindet, könnt ihr unter dem Punkt Beweglichkeit nachlesen. (Bild 16)

 

Bild 13

Bild 14

Bild 15

Bild 16


Die Rückseite ist mit den üblichen Details ausgestattet. Auch hier sieht es den bisherigen X-Wings sehr ähnlich. (Bild 17)

 

Die Unterseite ist erwartungsgemäß sehr schlicht ausgefallen, aber das ist bei dem Original wohl auch so. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen die Unterseiten komplett glatt waren. Jetzt sind aber schon ein paar Rillen und ähnliches zu sehen. Lediglich die fünf sichtbaren Schrauben stören hier.

(Bild 18)

 

Natürlich befinden sich auf der Unterseite auch immer die Landekufen. Die vordere ist relativ gut geworden. Hasbro hat ihr Hydraulikelemente und weitere Details eingebaut. (Bild 19)

 

Hinten hat man dann aber wieder die Preisbremse angezogen. Waren die letzten X-Wings noch mit ausklappbaren Landekufen ausgestattet, wurden dieses Mal feststehende Platten modelliert. Sieht man das Preis-Leistungs-Ver-

hältnis ist das eigentlich eine Frechheit. (Bild 20)

 

Bild 17

Bild 18

Bild 19

Bild 20


Bei den Antrieben hat sich Hasbro dann aber wieder Mühe gegeben. Schaut man vorne hinein, kann man die Turbinen genauestens erkennen. Es gibt zwar ein paar kleine Abwandlungen zum Original, aber das finde ich nicht ganz so schlimm. (Bild 21)

 

Hinten sieht das schon wieder etwas anders aus. Irgendwie sind die silberfarbenen Endstücke etwas unförmig. Aber ansonsten ist dieser Bereich ganz gut geworden. (Bild 22)

 

Auf der Oberseite der Flügel hat Hasbro kein Detail ausgelassen. Aber auch hier stimmen wie beim Rumpf nicht immer die Proportionen. Die Flügel teilen sich bei dem T-70 jetzt auch mittig. (Bild 23)

 

Auch die Innenseiten sind mit vielen Details versehen. Warum Hasbro allerdings die Einbuchtungen eingebaut hat, ist mir ein Rätsel. Die sind nämlich eigentlich gar nicht vorhanden. Außerdem sind hier auch wieder einige Schrauben sichtbar. (Bild 24)

 

Bild 21

Bild 22

Bild 23

Bild 24


Bleiben zu guter Letzt die Geschütze. Diese sind der Sparpolitik von Hasbro zum Opfer gefallen. Da sie aus weichen Gummi gefertigt sind, sind sie auch dementsprechend biegsam. Die meisten Käufer erleben beim Auspacken eine Überraschung, da die Geschütze stark verbogen sind. Ein einfaches Geradebiegen ist leider nicht möglich, da muss schon der Fön herhalten.

(Bild 25)

 

Die Modellierung der Geschütze ansich ist aber gut gelungen. Alle Elemente sind vorhanden. (Bild 26)

 

Bild 25

Bild 26


Fazit

 

Der neue X-Wing ist ein deutlicher Schritt rückwärts. Nachdem Hasbro immer wieder Verbesserungen eingearbeitet hat, wurde hier eindeutig die Preisbremse angezogen, um den Gewinn zu maximieren. Billiges Plastik, Gummiteile, die nicht richtig halten und eine Verkleinerung können zu keinem guten Ergebnis führen. Daher bekommt Poe´s X-Wing Fighter die schlechteste Bewertung im Bereich Gestaltung, die wir bisher vergeben haben. Und das obwohl die Gestaltung der Oberflächen wirklich gut geworden ist.

 

Punkte Gestaltung

 Farbgebung

Was sofort auffällt: Poes X-Wing ist schwarz, der von Hasbro hingegen dunkelgrau. Alleine das ist schon ein dicker Minuspunkt. Außerdem sind keinerlei Verschmutzungen, Kampfspuren und Abnutzungserscheinungen vorhanden. (Bild 27)

 

Einen kleinen Pluspunkt sammelt der Jäger aber mit den orangefarbenen Streifen an den Seiten. Früher wurden hierfür auch mal gerne Aufkleber genutzt. Hier sind die Streifen aber aufgemalt. Allerdings nicht besonders gut und etwas zu breit. Die Ränder sind zumeist stark ausgefranst. (Bild 28)

 

Die kleinen Elemente an den Seiten wurden hingegen teilweise falsch koloriert. So müsste z.B. das Oval grau sein. (Bild 29)

 

Vor dem Cockpit fehlt ein weiterer grauer Streifen, den Hasbro vergessen oder einfach weggelassen hat. (Bild 30)

 

Bild 27

Bild 28

Bild 29

Bild 30


Das Cockpit hat hingegen überhaupt keine Farbe abbekommen. Ohne die Aufkleber wäre es noch schlechter. Dabei hätte man bei den wenigen Apparaturen durchaus auch etwas Farbe springen lassen können. (Bild 31)

 

Bei BB-8 hat man genauso gespart. Wurde der Kopf noch relativ gut bemalt, hat man den Körper einfach weiß gelassen. Das geht gar nicht und zeigt einmal mehr, dass Hasbro nicht mehr darauf aus ist, die Kunden bis ins Letzte zufrieden zu stellen. (Bild 32)

 

Die Markierungen auf den Flügeln entsprechen der Filmvorlage, sind aber genau wie die seitlichen Steifen an den Rändern ausgefranst. (Bild 33)

 

Die Triebwerke haben die richtige Farbgebung, sehen aber aus wie neu. Hier hätten Rußrückstände und andere Verschmutzungen gut getan. (Bild 34)

 

Bild 31

Bild 32

Bild 33

Bild 34


Fazit

 

Auch wenn sich Hasbro recht nah an die Vorlage gehalten hat, so ist die Grundfarbe mit Grau einfach falsch. Und einen lang geflogenen Jäger ohne Gebrauchsspuren und somit regelrecht fabrikneu abzuliefern, ist eine schlechte Leistung. Das eintönige Cockpit und die fast überall vorhandene schlechte Farbauftragung runden die schlechte Farbgebung ab.

 

Punkte Farbgebung

Beweglichkeit

An ein Jäger ist in der Regel natürlich nicht allzu viel beweglich. Bei dem X-Wing ist das aufgrund der Flügel aber schon etwas anders. Bisher befand sich der Hebel zum Auseinanderfahren der X-Flügel am Heck. Jetzt hat Hasbro auf eine alte und wie ich finde bessere Lösung zurückgegriffen. Wie zuletzt bei dem Power of the Force X-Wing an muss nämlich die eingebaute BB-8-Figur nach unten drücken und schon klappen die Flügel auseinander und rasten ein. Vorher waren die Flügel horizontal teilbar, jetzt trennen sie sich in der Mitte. (Bild 35)

 

Will man die Flügel wieder zusammenklappen, muss der Hebel hinter BB-8 nach hinten gezogen werden und die Arretierung löst sich. (Bild 36)

 

Die Cockpikanzel ist natürlich auch beweglich. Diese rastet vorne ein und muss zunächst gelöst werden. Dank einer kleinen Vertiefung ist dies auch recht leicht. Steht die Kanzel offen, steht sie fest und droht nicht wieder zuzuklappen, was aufgrund des billigen Plastiks auch kaum möglich ist, weil sie sehr leicht ist. Zum Schließen muss ein kleiner Widerstand überwunden werden. (Bild 37)

 

Bleibt zu guter Letzt die vordere Landekufe (hintere gibt es ja nicht). Wenn man sie ausgeklappt hat, wackelt sie zwar etwas, bleibt aber draußen. Zum Reinklappen muss auch hier ein kleiner Widerstand überwunden werden.

(Bild 38)

 

Bild 35

Bild 36

Bild 37

Bild 38


Fazit

 

Alles was beweglich sein sollte, ist es auch. Der neuen Flügelmechanismus gefällt mir sehr gut. Allerdings hätte man den Hebel zum Einklappen der Flügel an einer anderen Stelle unterbringen sollen, damit er das Erscheinungsbild nicht beeinflusst.

Punkte Beweglichkeit

Extras

Als Extra gibt es wieder ein Projektil. Dieses ist rot und 7,4 cm lang. Leider ist die Rakete nur rot und nicht mehrfarbig. Halt so wie man es schon seit Urzeiten von Hasbro gewohnt ist. (Bild 39)

 

Die Abschlussvorrichtung befindet sich auf der Unterseite. Der Auslöser gleich dahinter. Das Geschoss fliegt etwa 4 m weit. (Bild 40)

 

Bild 39

Bild 40


Fazit

 

Ein Geschoss ist bei Hasbro seit langem Standard. Der X-Wing muss sich aber mit seinen Vorgängern messen und da gab es schon Jäger, die auch mit Licht- und Soundeffekten ausgestattet waren. Daher gibt es nicht nur für das einfarbige Projektil sondern auch für fehlende Extras Abzugspunkte.

 

Punkte Extras

Gesamtpunktzahl: 5,25

Dies ist die schlechteste Wertung, die wir bisher für ein Hasbro-Raumschiff vergeben haben. Aber bei einer Verwendung von billigem Kunststoff und verbiegbaren Gummiteilen bleibt einem auch nichts anderes übrig. Außerdem hat Hasbro zudem nicht die richtige Grundfarbe verwendet. Qualitätiv und gestalterisch ist Poe´s X-Wing mehr als nur ein Schritt zurück. Der Jäger ist für den verlangten Preis eine absolute Frechheit und ich würde jedem von einem Kauf über 30,- € abraten. Lediglich der Bereich Beweglichkeit hat dafür gesorgt, dass der X-Wing nicht eine noch schlechtere Bewertung erhalten hat.

 

Poe´s X-Wing Fighter wurde bewertet von Andreas Windu
Bilder von StarWars-Descriptions.com                                       

26.01.2016

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