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Beschreibung

Imperial AT-DT Walker

Fahrzeuginfo

 

Der Allterrain-Defensivturm, abgekürzt AT-DT, war ein Kampfläufer, welcher über eine Panzerplatte und Rückschlagschutz an der Front verfügte.


Allgemeines  
Modell Defensivturm
Klasse Kampfläufer
Daten  
Höhe

9,11 Meter

Panzerung

Panzerplatten

Bewaffnung          

1 Geschützturm           

Besatzung 1 Pilot
Einsatz

Schlacht von Mimban

Zugehörigkeit

Imperium


Gestaltung
Länge 20 cm
Breite 16 cm
Höhe 26 cm
Gewicht 286 g

Der Imperial AT-DT Walker erschien in der Solo - A Star Wars Story-Line als Class-B-Vehicle. In dem Film war der Walker nur kurz zu sehen und auch ansonten gibt es kaum Bilder, die einen 1:1-Vergleich möglich machen. Auch Dorling Kindersley hat leider keine Risszeichnung geliefert.

Viele sind wohl der Meinung, dass der AT-DT in dem Solo-Film erstmals zu sehen war. Dem ist aber nicht so, denn bereits 2014 war er in dem Mobile Game Star Wars: Commander zu sehen, hatte aber zu dem Zeitpunkt noch nicht die Bezeichnung. Die erhielt er erst zwei Jahre später in dem Mobile Game Star Wars: Force Arena.

Bevor der Spielspaß losgeht, muss der Walker erstmal zusammen-gesetzt werden. Beide Beine müssen in die Halterungen am Rumpf gedrückt werden, was recht einfach von Statten geht. Dabei merkt man schon, dass Hasbro nicht wieder einen weichen und billig wirkenden Kunststoff verwendet hat. Die Beine wirken stabil und robust und der Rumpf hat feste und stabile Wände. Hätte Hasbro den AT-DT aus dem zuletzt weichen Kunststoff hergestellt, würde er wahrscheinlich nicht richtig stehen.

In den offiziellen Quellen ist die Höhe des Walkers mit 9,11 angegeben. Hasbros würde es aber etwa nur auf 5,5 m bringen. Der Maßstab wurde also nicht annähernd eingehalten. Überhaupt wirkt der AT-DT nicht so groß und bullig wie in dem Film.

Der Bereich unter dem Turm, also der Körper wenn man so will, ist bei weitem nicht so breit, wie es in Solo - A Star Wars Story zu sehen war. Turm und Körper sind auf gleicher Höhe, oder in diesem Fall gleich schmal. Denn der Körper müsste deutlich breiter sein als der Turm. Und auch der Turm ist deutlich schmaler ausgefallen. Aber immerhin scheinen die Details auf der Rückwand des Körpers einigermaßen dem Original zu entsprechen. Allerdings konnte ich die unteren Verstrebungen im Film nicht sehen.

Bei der Gestaltung des Turms hat sich Hasbro so gut wie gar nicht an die Filmvorlage gehalten. Die Anordnung der Panzerplatten stimmt von vorne bis hinten nicht und es fehlen sowohl viele Details als auch ein kleines Gitter im hinteren Bereich. Wenn man so will, wurde das Gitter zumindest angedeutet. Aber wenn man schon den betreffenden Bereich ganz ausfüllt, warum können dann nicht auch einzelne Verstrebungen modeliert werden? Auch mit der simplen und geraden Darstellung ist man den leichtesten Weg gegangen.

Bei dem vorderen Bereich sieht es nicht anders aus. Die Panzerplatten entsprechen nicht einmal ansatzweise dem Original und es fehlen alle Details. Die hier zu sehenden Nieten gibt es eigentlich gar nicht. Die Sichtluke für den Piloten kann man gerade noch so durchgehen lassen. Und auch die kleine abgesetzte Platte am unteren Bereich ist viel zu schmal und einfach modelliert worden. Wo sind die Öffnungen und Einschnitte? Und die Platte vorne am Körper ist eigentlich breiter und niedriger.

Bei dem Geschütz fällt sofort auf, dass es viel zu kurz ist. Da wo Hasbros Kanonenrohr aufhört, müsste es eigentlich noch deutlich länger sein. Überhaupt hat es sich Hasbro hier wieder mehr als nur einfach gemacht. Alle Rohre sind glatt und entsprechen in den Proportionen überhaupt nicht dem Original. Vieles ist nur angedeutet und erscheint eher als schlechte Kopie als eine ernsthafte Modellierung.

Seitlich betrachtet sieht das Geschütz eigentlich ganz gut aus. Hier sind viele Details dargestellt, allerdings kann ich keine Aussage darüber treffen, ob dies dem Original entspricht. Da aber bisher so rein gar nichts stimmte, wird es hier mit Sicherheit nicht anders sein. Aber Hasbro hat immerhin nicht auf Schlichtheit gesetzt.

Spätestens wenn man den Pilotensitz betrachtet, merkt man, dass der AT-DT deutlich zu schmal geworden ist. Ist der Pilot im Film durch die Seitenwände geschützt, sitzt er hier quasi im Freien. Bei höheren Wänden, würde die Actionfigur auch gar nicht mehr in den Walker passen.

Der Sitz ist schlicht, wie man es von Hasbro gewohnt ist. Der kleine Stift, den man zwischen die Beine der Figur klemmt, verhindert nur, dass der Pilot weiter nach vorne rutscht nicht aber das Herausfallen.

Die Steuerkonsole ist ganz nett, ohne aber wirklich zu überzeugen. Wie wird der AT-DT denn gesteuert? Über die Knöpfe auf der Konsole? Wohl eher nicht. Da müssen schon ein paar Schalter, Knüppel oder Hebel her. Irgendetwas, das man dem Piloten in die Hände drücken kann. Aber immerhin wurden die Instrumente nicht mit einem Aufkleber dargestellt.

Bei den Beinen wird die Gestaltung nicht besser. Die beiden großen markanten "Schutzbleche" sind so überhaupt nicht vorhanden. Die runden Bleche sind da, die untere waagerechte Platte ebenfalls aber die nach vorne stehenden Platten hat sich Hasbro ausgedacht. Auf die Erklärung wäre ich gespannt. Sie machen in keinerlei Hinsicht Sinn und sehen zudem komisch aus.

Die ersten beiden Beinglieder sehen, wie sollte es anders sein, dem Original auch nicht ähnlich. Die Gelenke sind zu klein und das hintere sitzt viel zu hoch. Die Details scheinen auch frei erfunden zu sein. Bis auf die lange Querstrebe (die sich aber an der falschen Stelle befindet) erinnert hier rein gar nichts an den Walker, den ich im Kino gesehen habe. Die Schutzbleche an dem hinteren Gelenk sind außerdem zu dich, zu lang und zu eckig. Heraushängende Kabel wurden gleich ganz weggelassen.

Bei dem untersten Glied wurden zumindest ein paar Details umgesetzt, wenn auch alles andere als akkurat. Die Proportionen stimmen aber vorne und hinten nicht und die großen Aufbauten am Fuß gibt es nicht. Die Füße sehen auch völlig anders aus. Sie sollten rund und die Krallen sollten nur an den Enden vorhanden sein.

Fazit

 

Hasbro hat mit dem Imperial AT-DT eine der schlechtesten Umsetzungen abgeliefert, die ich je sehen durfte. Vielleicht kann man davon ausgehen, dass die Designer vorab wenige oder vielleicht auch gar keine Bilder von Lucasfilm bekommen haben, was ich mir aber nicht vorstellen kann. Proportionen, Details und Formen stimmen vorne und hinten nicht.

 

Punkte Gestaltung

Farbgebung

Die Grundfarbe des AT-DT ist Grau. Hier konnte Hasbro also nicht viel verkehrt machen. Allerdings fällt sofort auf, dass der Walker recht sauber ausgefallen ist. Aber der Reihe nach.

Die Füße müssten eigentlich voll mit Dreck sein. Schließlich wurde der AT-DT in Solo - A Star Wars Story auf dem Schlammplaneten Mimban eingesetzt. Und was macht Hasbro? Die Füße sind dunkelgrau befärbt und mit hellgrauen Spritzern versehen. Hasbro ist das euer Ernst? An den Beinen, dem Körper und dem Turm wurden dann noch einige dunkelgrüne Verschmutzungen aufgetragen, die ganz gut geworden sind. Allerdings hätte man ruhig etwas mehr davon einsetzen können.

Gut gefällt mir das Kanonenrohr, das an der Mündung mit Ruß versehen ist. Ebenso gut finde ich, dass der Sitz bemalt wurde. Das ist bei Hasbro ja leider nicht immer so. Aber eigentlich immer sind die Konsolen einfarbig, was auch hier der Fall ist.

Fazit

 

Ein Walker, der auf einem Schlammplaneten eingesetzt wurde, sollte auch demnach aussehen. Da sitzt ein völlig verdreckter Pilot in einem nahezu sauberen Kampfläufer, was so rein gar nicht zusammen passt. Und anstatt Lehm- oder Sandfarben zu verwenden, hat sich Hasbro für Grau und Grün entschieden.

 

Punkte Farbgebung

Beweglichkeit

Wer den AT-ST aus der The Legacy Collection von 2009 kennt, weiß was in Sachen Beweglichkeit bei einem Walker aus dem Hause Hasbro möglich ist. Leider hat man dies bei dem AT-DT nicht ganz übernommen.

Die Beine sollten eigentlich drei Gelenke haben. Der AT-DT von Hasbro hat aber nur zwei. Die Gelenke am Körper und die mittleren sind beweglich. Das untere ist steif. Das schränkt die Spielmöglichkeiten natürlich ungemein ein, weil einfach nicht jede Pose möglich ist. 

Die oberen Gelenke sind frei beweglich, während die mittleren mit einem Raster versehen sind. Man kann nur hoffen, dass die freien Gelenke auch so schwerfällig sind, wie bei der Lieferung. Sollten sie mit der Zeit ausleihern, wäre es vorbei mit dem festen Stand.

Die Füße sind mit einem Kugelgelenk ausgestattet, die ebenfalls ohne Raster ausgestattet sind. Dadurch ist der sichere Stand aber fast immer möglich.

Der Turm ist ebenfalls nicht mit einem Raster ausgestattet und um 180 Grad drehbar. Ob die Kanone bei der Filmvorlage in der Höhe verstellbar ist, weiß ich nicht, würde aber Sinn machen. Bei der Hasbro-Version ist sie dies nicht. Aber zumindest der kleinen Klappe, durch die der Pilot schauen kann, hätte man ein Scharnier spendieren können.

Fazit

 

Ein Walker dessen Gelenke nicht alle beweglich sind? Dies hat Hasbro auch schon bei dem AT-DP aus der Rebels-Collection so gemacht. Bei diesem waren sogar nur die Gelenke am Körper beweglich. Von daher ist es hier wieder ein kleiner Schritt nach vorne, aber der reicht nicht aus! Positiv muss man aber die Festigkeit der vorhandenen Gelenke hervorheben.

 

Punkte Beweglichkeit

Extras

Als Hasbro nach Rogue One anfing, Nerf-Pfeile zu verwenden, waren die Raumschiffe und Fahrzeuge mit zum Teil übergroßen Kanonen und Geschützen ausgestattet. Zum Glück finden die Pfeile in dem AT-DT keine Verwendung.

Wie man es von Hasbro gewohnt ist, ist die Kanone mit einem Projektil ausgestattet. Das 7,8 cm lange rote Geschoss wird von vorne in das Kanonenrohr geschoben bis es einrastet. Die Spitze schaut dann noch heraus. Der Auslöser befindet sich oben auf der Kanone und ist als solcher kaum zu erkennen. Das hat Hasbro schon mehrmals deutlich schlechter gemacht. Das Projektil fliegt im 90-Grad-Winkel verschossen, etwas über einen Meter weit.

Hasbro hat sich immer wieder mal etwas für ihre Fahrzeuge und Raumschiffe einfallen lassen. So auch bei dem AT-DT. Vorab war viel über einen Schleudersitz zu lesen, für mich ist dies aber keiner. Betätigt man den Knopf auf der Rückseite des Turms, wird zwar der Sitz nach hinten geschleudert. Die Kanone wird aber auch seitlich herausgedrückt. Somit ist dies für mich eine Battle-Damaged-Funktion. Beide Teile werden mittels eines Federmechanismus beschleunigt.

Der Imperial AT-DT erscheint mit einer Force Link 2.0-Funktion. Mit dem dafür benötigtem Force Link 2.0-Band können Sound-Effekte abgespielt werden.

Fazit

 

Mit den Extras konnte Hasbro zum Schluss nochmal ordentlich Punkten. Gerade die Battle-Damaged-Funktion gefällt mir besonders gut. Es gibt nur nicht die volle Punktzahl, weil es Raumschiffe und Fahrzeuge gibt, die auch über Lichteffekte verfügen und dies dementsprechend berücksichtigt werden muss.

 

Punkte Extras

Gesamtpunktzahl: 5,25

5,25 Punkte ist das schlechteste Ergebnis, das bei uns ein Fahrzeug oder Raumschiff aus dem Hause Hasbro erreicht hat. Dies zeigt, dass Hasbro immer weniger Wert auf Qualität setzt. Kinder werden mit Sicherheit ihren Spaß an dem Walker haben, aber Sammler, die Wert auf Genauigkeit legen, werden entäuscht sein. Ohne den Sprengmechanismus wäre das Ergebnis noch deutlich schlechter ausgefallen.

 

Der Imperial AT-DT wurde bewertet von Andreas Windu
Bilder von StarWars-Descriptions.com

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